Kennzeichen-Check gratis:
Das siehst du über jedes niederländische Auto (und was es wert ist)
23. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Jedes niederländische Kennzeichen lässt sich nachschlagen. Die RDW veröffentlicht die wichtigsten Fahrzeugdaten als Open Data und jeder darf gratis hineinschauen. Praktisch, wenn du einen Gebrauchtwagen im Blick hast: Schon vor der Besichtigung weißt du, ob das Baujahr stimmt, welchen Kraftstoff das Auto wirklich tankt und wann die APK (die niederländische Hauptuntersuchung) abläuft. Der gratis Kennzeichen-Check von Autoflip geht einen Schritt weiter und legt diese offiziellen RDW-Daten neben das, was vergleichbare Autos gerade wirklich auf dem Markt kosten. In diesem Artikel liest du genau, was dir ein Kennzeichen-Check liefert, was nicht drinsteht und wie du als Käufer deinen Vorteil daraus ziehst.
Warum sich jedes niederländische Kennzeichen gratis nachschlagen lässt
Die RDW, die niederländische Zulassungsbehörde, führt zu jedem registrierten Fahrzeug eine Akte. Ein großer Teil davon ist Open Data: öffentliche Daten, die jeder frei abfragen darf. Du brauchst keinen Account, kein Abo und keinen besonderen Grund. Tipp ein Kennzeichen ein und die wichtigsten Fakten über das Auto erscheinen, von Marke und Baujahr bis zum APK-Ablaufdatum.
Trotzdem zahlen manche Leute dafür. Einige Websites verpacken genau diese öffentlichen Daten in einen kostenpflichtigen Bericht. Das ist verschenktes Geld: Die Basisdaten sind gratis und der Kennzeichen-Check von Autoflip zeigt sie ebenfalls gratis, ergänzt um etwas, das die RDW nicht hat, nämlich den aktuellen Marktpreis vergleichbarer Autos.
Das siehst du über jedes niederländische Auto
Das sind die wichtigsten Felder aus den Open Data der RDW und das machst du als Käufer damit:
| RDW-Feld | Warum es zählt |
|---|---|
| Marke und Modell | Passt das Inserat zu dem, was offiziell registriert ist? |
| Baujahr und Erstzulassung | Ein Auto "von 2019" mit Erstzulassung Ende 2018 ist älter als das Inserat vermuten lässt |
| Kraftstoff | Benzin, Diesel, elektrisch oder Hybrid: Das bestimmt Verbrauch und Steuer und zeigt, ob die Story des Verkäufers stimmt |
| Farbe | Eine andere Farbe als registriert kann auf eine Neulackierung nach einem Schaden hindeuten |
| APK-Ablaufdatum | Läuft die APK in wenigen Wochen ab, rechne mit einer Prüfung und womöglich Extrakosten |
| Offene Rückrufe | Einen nicht ausgeführten Rückruf behebt der Händler gratis aber du willst vorher davon wissen |
Die Open Data der RDW werden laufend aktualisiert. Bei älteren oder importierten Autos können einzelne Felder leer sein.
Was dir ein Kennzeichen-Check nicht verrät
Genauso wichtig ist, was nicht in den Open Data steht. Der Kilometerstand zum Beispiel: Der liegt im Kilometerregister der RDW (dem früheren NAP) und dieses Register gehört nicht zum offenen Datensatz. Auch die Schadenhistorie und die Zahl der Vorbesitzer liest du aus keinem gratis Kennzeichen-Check heraus.
Für diese drei Dinge bleibt die Besichtigung also unverzichtbar. Bitte den Verkäufer um einen aktuellen Kilometerbericht, blättere durchs Scheckheft und halte die Rechnungen neben den Stand auf dem Tacho. Wie du so eine Besichtigung Schritt für Schritt angehst, liest du in unserer Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf von privat.
Vom Kennzeichen zum Marktwert
Zu wissen, dass ein Auto von 2018 ist und Diesel tankt, ist nützlich aber sagt noch nichts über den Preis. Deshalb verknüpft der Kennzeichen-Check von Autoflip die RDW-Daten mit dem, was vergleichbare Autos gerade wirklich kosten. Diese Preise stammen nicht aus einer veralteten Preisliste, sondern live aus rund 50.000 Inseraten pro Tag auf 2dehands, Marktplaats, AutoScout24 BE und NL sowie Mobile.de.
Du siehst also auf einen Blick, ob der Preis im Inserat fair ist. Steht ein vergleichbares Auto im Schnitt für 11.500 Euro online und verlangt der Verkäufer 13.900, weißt du, worum es im Gespräch gehen muss. Verkaufst du selbst? Dann funktioniert es genauso gut andersherum: Lies auch was ist mein Auto wert für das ganze Bild.
So nutzt du den Check vor der Besichtigung
Der größte Gewinn liegt vor der Besichtigung. Jag das Kennzeichen aus dem Inserat durch den Check und vergleich das Ergebnis mit der Story des Verkäufers. Stimmt das Baujahr? Ist es wirklich ein Hybrid? Läuft die APK nicht zufällig nächsten Monat ab? Jede Abweichung ist eine Frage fürs erste Telefonat und manchmal ein Grund, gar nicht erst hinzufahren.
- 01Kennzeichen durch den Check gejagt und die RDW-Daten mit dem Inserat verglichen.
- 02APK-Ablaufdatum geprüft: Läuft es bald ab, nimmst du das in dein Angebot mit.
- 03Offene Rückrufe angeschaut und beim Verkäufer nachgefragt, ob sie ausgeführt wurden.
- 04Marktpreis vergleichbarer Autos angeschaut, damit du weißt, ob der geforderte Preis fair ist.
- 05Kilometerbericht oder Scheckheft angefragt für den Kilometerstand, denn der steht nicht in den Open Data.
Weicht der geforderte Preis vom Markt ab, nutz das im Gespräch. Wie du das taktisch klug machst, ohne den Deal zu verspielen, liest du in unserem Guide zum Verhandeln mit Privatverkäufern.
Und belgische Autos?
Für Belgien funktioniert das anders und das sagen wir ehrlich dazu. Belgische Kennzeichen sind an die Person gebunden: Das Kennzeichen zieht mit dem Besitzer um und ist nicht öffentlich abfragbar. Einen gratis Kennzeichen-Check wie in den Niederlanden gibt es dort also nicht.
Was ein belgisches Auto dafür hat, ist der Car-Pass: der verpflichtende Kilometernachweis, den der Verkäufer beim Verkauf übergeben muss. Frag danach und werde hellhörig, wenn der Verkäufer ausweicht. Für den Marktpreis nutzt du den Wert-Check nach Marke und Modell: Er zeigt, was vergleichbare Autos gerade kosten, ganz ohne Kennzeichen.
Konkretes Angebot auf dem Tisch? Zwei weitere Tools
Hast du ein bestimmtes Inserat im Blick, füg den geforderten Preis in den Deal-Check ein: Er sagt dir, ob genau dieser Preis im Vergleich zum Markt gut ist. Willst du breiter schauen, findest du auf der Preisseite den Preis pro Modell und Baujahr. Zusammen mit dem Kennzeichen-Check hast du alles, um selbstbewusst in eine Besichtigung zu gehen.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Kennzeichen-Check wirklich gratis?+
Ja. Die Fahrzeugdaten stammen aus den Open Data der RDW und diese Daten sind für alle frei zugänglich. Der Kennzeichen-Check von Autoflip ist ebenfalls gratis: Du gibst ein Kennzeichen ein und siehst die offiziellen RDW-Daten zusammen mit dem aktuellen Marktpreis vergleichbarer Autos, ganz ohne Account.
Kann ich den Kilometerstand eines Autos über das Kennzeichen abfragen?+
Nein. Kilometerstände liegen im Kilometerregister der RDW (dem früheren NAP) und dieses Register gehört nicht zum offenen Datensatz. Bitte den Verkäufer deshalb um einen aktuellen Kilometerbericht oder prüfe den Stand bei der Besichtigung anhand der Wartungsrechnungen.
Kann ich auch ein belgisches Kennzeichen checken?+
Nein. Belgische Kennzeichen sind an die Person gebunden und nicht öffentlich abfragbar. Bei einem belgischen Auto bittest du den Verkäufer um den Car-Pass (den beim Verkauf verpflichtenden Kilometernachweis) und nutzt den Wert-Check von Autoflip nach Marke und Modell, um den Marktpreis zu sehen.
Woher weiß ich, was ein Auto anhand des Kennzeichens wert ist?+
Der Kennzeichen-Check von Autoflip verknüpft die RDW-Daten hinter dem Kennzeichen mit dem, was vergleichbare Autos gerade wirklich kosten. Diese Preise kommen live aus rund 50.000 Inseraten pro Tag auf 2dehands, Marktplaats, AutoScout24 BE und NL sowie Mobile.de: Du siehst also den Markt von heute und keine Schätzung von vor Monaten.
Ist die Kennzeichenabfrage von Marktplaats kostenlos?+
Ja. Jede Abfrage eines niederländischen Kennzeichens liest am Ende dieselbe Quelle: die offenen Daten des RDW. Dieses Register ist gesetzlich öffentlich und damit kostenlos, wo immer du es abfragst. Was sich je Anbieter unterscheidet, ist die Darstellung und was daneben gezeigt wird. Der Kennzeichen-Check von Autoflip ist ebenfalls gratis und stellt die aktuellen Angebotspreise vergleichbarer Autos daneben, gemessen über fünf Plattformen der letzten 7 Tage.
Wie funktioniert eine Kennzeichenabfrage?+
Du gibst das Kennzeichen ein und der Dienst holt die Zulassungsdaten beim RDW: Marke, Modell, Baujahr, Kraftstoff, Gewicht, Datum der Erstzulassung, das Ablaufdatum der Hauptuntersuchung und die bei Prüfungen notierten Kilometerstände. Das läuft über den offenen Datensatz des RDW, ohne menschliche Prüfung dazwischen. Du bekommst, was offiziell registriert ist.
Wie zuverlässig ist eine Kennzeichenabfrage?+
Die Daten selbst sind offiziell: sie stammen aus dem Fahrzeugregister. Eine Abfrage sagt aber nicht alles. Sie zeigt keine Schadenshistorie, keine Wartungshistorie und keinen Kilometerstand zwischen zwei Prüfungen. Ein zwischen zwei Prüfungen zurückgedrehter Tacho fällt erst bei der nächsten auf. Nutze die Abfrage, um zu prüfen ob das Inserat stimmt, nicht um das Auto zu beurteilen.
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