Autoflip
AUTOFLIP BLOG

Welche Automarken fallen gerade im Preis?
So verfolgst du den Gebrauchtwagenmarkt live

23. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

Gebrauchtwagenpreise stehen nie still. Jede Woche kommen Zehntausende Inserate auf 2dehands, Marktplaats, AutoScout24 und Mobile.de dazu und jede Woche verschieben sich die Angebotspreise mit der Saison, den Zinsen und dem, was neu auf den Markt kommt. Trotzdem veröffentlicht niemand diese Bewegung auf Markenebene für Belgien und die Niederlande. Also messen wir sie selbst: Autoflip berechnet jede Woche den gewichteten Median-Angebotspreis je Marke und stellt die schnellsten Faller und Steiger live online. In diesem Artikel liest du, wie diese Messung funktioniert und vor allem, was du damit als Käufer, Verkäufer oder Flipper anfängst.

So messen wir, welche Marken fallen

Die Messung ist einfach erklärt. Autoflip überwacht kontinuierlich die großen Plattformen in Belgien, den Niederlanden und Deutschland und registriert von jedem Inserat den Angebotspreis. Jede Woche berechnen wir je Marke den gewichteten Median-Angebotspreis über die letzten 7 Tage und vergleichen ihn mit den 7 Tagen davor. Eine Marke zählt nur mit, wenn beide Fenster mindestens 100 Inserate enthalten: So kann eine Handvoll Ausreißer die Messung nicht verfälschen. Das Ergebnis ist ein Ranking der schnellsten Faller und Steiger, live zu sehen auf autoflip.eu/snelste-dalers.

Du liest in diesem Artikel bewusst keine Markennamen. Welche Marken fallen, wechselt nämlich jede Woche: Eine Marke, die heute ganz oben bei den Fallern steht, kann nächsten Monat genauso gut steigen. Jede Liste in einem Blogartikel ist per Definition veraltet, sobald du sie liest. Das Live-Ranking ist es nicht, also verweisen wir dorthin.

7T
Messfenster: die letzten 7 Tage verglichen mit den 7 Tagen davor
100+
Inserate mindestens je Fenster, damit eine Marke im Ranking mitzählt
5
Plattformen, die Autoflip in BE, NL und DE kontinuierlich überwacht

Warum sich Preise je Marke bewegen

Saison. Cabrios werden im Frühjahr teurer und sinken im Herbst wieder ab. 4x4 machen das Gegenteil: Sie erreichen ihren Höhepunkt im Herbst und Winter, wenn Käufer an Schnee und glatte Straßen denken. Marken mit viel von so einem Karosserietyp im Angebot bewegen sich mit dieser Saison mit.

Neue Modellgenerationen. Sobald eine neue Generation eines beliebten Modells im Showroom steht, sinkt die vorige Generation auf dem Gebrauchtmarkt. Leasingwagen von drei bis vier Jahren kommen außerdem in Wellen zurück auf den Markt und so eine Welle drückt den Preis genau dieses Modells bei genau dieser Marke.

Kraftstofftyp. Diesel steht in Städten mit Umweltzone unter Druck: Wer in oder um so eine Stadt wohnt, will keinen mehr und das siehst du im Preis. Elektrisch bewegt sich wiederum mit den Subventionen und mit den Neupreisen: Jede Preissenkung bei neuen EVs drückt den Gebrauchtwert der bestehenden. Marken, die stark auf eines von beiden setzen, bewegen sich dadurch stärker als der Markt. Wie diese Abwägung für dich ausgeht, liest du in unserem Vergleich Diesel gegen Elektrisch.

Zinsen und Kaufkraft. Ein Gebrauchtwagen wird oft teilweise finanziert. Steigen die Zinsen oder sinkt die Kaufkraft, dann verschiebt sich die Nachfrage zu günstigeren Marken und die teureren Segmente sinken zuerst. Dreht sich das um, erholen sich dieselben Segmente auch wieder zuerst.

Was du damit als Käufer anfängst

Eine fallende Marke ist für Käufer eine gute Nachricht. Verkäufer so einer Marke konkurrieren mit immer günstigeren Alternativen: Jede Woche kommen Inserate dazu, die gerade etwas schärfer bepreist sind. Das gibt dir Verhandlungsspielraum, vor allem bei Inseraten, die schon ein paar Wochen online stehen und den Markt unter sich haben absacken sehen.

Praktisch gehst du so vor. Check zuerst den aktuellen Median-Angebotspreis der Marke über den Preisindex und den Preis je Modell über die Modellpreise. So weißt du, was ein normaler Angebotspreis ist. Ein Inserat darunter erkennst du sofort. Das tägliche Kaufklima (ist das eine gute Woche zum Zuschlagen oder nicht) verfolgst du auf dem Barometer.

Was du damit als Verkäufer oder Flipper anfängst

Für Verkäufer dreht sich die Logik um: In einem fallenden Markt kostet Warten Geld. Jede Woche, die dein Auto zum Verkauf steht, sinken die Angebotspreise vergleichbarer Inserate weiter und deins wird relativ teurer. Zu hoch anzufangen "um später runtergehen zu können" ist in so einem Markt doppelt teuer: Du verpasst die Käufer mit Maximalpreis-Filter. Bis du runtergehst, ist der Markt unter dir weiter gesunken. Setz den Preis scharf und verkauf schnell. Wie das geht (Preis, Fotos, Timing), liest du in unserem Guide zum schnelleren Verkaufen deines Autos.

Für Flipper arbeitet das Marken-Ranking auf beiden Seiten des Deals. Einkaufen willst du am liebsten in einem Segment, in dem die Preise fallen (mehr Verhandlungsspielraum). Weiterverkaufen willst du dagegen schnell, bevor der Rückgang deine Marge auffrisst. Wer die Faller und Steiger wöchentlich verfolgt, weiß, welche Marken gerade Spielraum geben und welche du besser eine Weile liegen lässt. Der komplette Ansatz steht in unserem Flip-Guide für Belgien und die Niederlande.

Timing: die besten Deals erscheinen jeden Tag

Markentrends bewegen sich pro Woche, gute Deals erscheinen dagegen jeden Tag. Ein Verkäufer, der sein Auto schnell loswerden will, stellt es unter dem Median online und so ein Inserat ist meist innerhalb von Stunden weg. Unsere Daten zeigen außerdem, dass der Anteil scharf bepreister Inserate abends seinen Höhepunkt erreicht: Dann stellen die meisten Privatverkäufer ihr Auto online. Wie dieses Muster heute aussieht, siehst du live auf autoflip.eu/beste-tijd.

Suchseiten von Hand zu aktualisieren, um diese Deals zu fangen, hältst du nicht durch. Wer einen Alert eingerichtet hat, bekommt innerhalb von Sekunden eine Telegram-Meldung, sobald ein Auto seine Filter matcht. So bist du als Erster dran. In einem Markt, in dem die schärfsten Inserate innerhalb von Stunden verschwinden, ist das der Unterschied zwischen als Erster anrufen oder als Fünfter.

Häufig gestellte Fragen

Welche Automarken fallen gerade am schnellsten im Preis?+

Das wechselt jede Woche, darum nennen wir hier bewusst keine Namen. Autoflip misst jede Woche den gewichteten Median-Angebotspreis je Marke (die letzten 7 Tage verglichen mit den 7 Tagen davor, mit mindestens 100 Inseraten je Fenster) und veröffentlicht die schnellsten Faller und Steiger live auf autoflip.eu/snelste-dalers. Dort siehst du immer das aktuelle Ranking.

Warum fallen Gebrauchtwagenpreise bei einer Marke schneller als bei einer anderen?+

Vier Kräfte wirken zusammen: die Saison (Cabrios werden im Frühjahr teurer, 4x4 im Winter), neue Modellgenerationen, die ältere im Preis drücken, Verschiebungen je Kraftstofftyp (Diesel steht in Städten mit Umweltzone unter Druck, Elektrisch bewegt sich mit Subventionen und sinkenden Neupreisen) sowie die Zinsen, die bestimmen, was Käufer leihen können.

Ist eine fallende Marke ein guter Moment zum Kaufen?+

Oft ja. Verkäufer so einer Marke konkurrieren mit immer günstigeren Alternativen und das gibt dir Verhandlungsspielraum. Check den aktuellen Median-Angebotspreis auf autoflip.eu/prijsindex, den Preis je Modell auf autoflip.eu/prijs sowie das tägliche Kaufklima auf autoflip.eu/barometer, bevor du ein Angebot machst.

Was bedeutet ein fallender Markt für Verkäufer?+

Dass Warten Geld kostet. Jede Woche, die dein Auto in einem fallenden Markt zum Verkauf steht, sinken die Angebotspreise vergleichbarer Inserate weiter und deins wird relativ teurer. Setz den Preis scharf, sorg für gute Fotos und verkauf schnell: Ein frisches Inserat zum Marktpreis bringt am Ende mehr als ein Inserat, das monatelang mit absinkt.

Sei als Erster dran, wenn der Preis fällt.

Autoflip überwacht 2dehands, Marktplaats, AutoScout24 BE+NL und Mobile.de. Telegram-Alert innerhalb von Sekunden, sobald ein Auto deine Filter matcht. 14 Tage gratis.

Gratis starten →